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kant und kunst
Über Kant und Kunst

Kunst und Geld

Jede Gesellschaft definiert sich maßgeblich über Ihre Kultur. Dies bedeutet, daß eine Gesellschaft auch von Kunst in ihrer Mitte lebt, daß sie sie benötigt und daß sie sie gutheißt.

Kunst ist gut, macht aber viel Arbeit - und braucht Menschen, könnte man ein bekanntes Wort abwandeln. Kunst benötigt ein Umfeld und eine Öffentlichkeit, um gesehen und geschätzt werden zu können.

Vielen bildenden Künstlern fehlt die Gabe, Zeit oder Kraft, ihre Kunst auf wünschenswerte Weise in die Öffentlichkeit zu bringen. Sie konzentrieren sich ausschließlich auf ihre bildnerische Arbeit selbst. Dort liegt ihre Stärke. In dieser Arbeit spielen praktisch-ökonomische Überlegungen keinerlei Rolle.

Im Entstehungsprozeß vermeidet der bildende Künstler gerne - und zurecht - alle Gedanken daran, ob sich seine Kunst später publizieren und verwerten läßt, er vermeidet selbst die existenzielle Frage, ob sie letztlich ihn selbst, den Urheber, wird ernähren können.

Viele Werke, vor allem Kunst mit konzeptuellem Ansatz oder Kunst im öffentlichen Raum, eignen sich nicht zum Verkauf und nur schwer zur kommerziellen Verwertung und bedürfen daher einer besonderen Form der Finanzierung und Publizierung, die im allgemeinen der Künstler selbst nicht leisten kann. Vermittlungsstellen zwischen Künstler und Öffentlichkeit sind Voraussetzung dafür, daß es überhaupt solche Kunst in einer Gesellschaft geben kann.

Diese Überlegungen führten zur Gründung des Vereins Kunst ist gut e.V.


Neuere künstlerische und kunsttheoretische Studien zum aktuellen Spannungsverhältnis zwischen Kunst und deren Finanzierung sind dokumentiert in:
Kunstforum International, Bd. 149,
Das Schicksal des Geldes, 2000.
 
Wir empfehlen Walter Grasskamps Buch "Kunst und Geld", in dem die gegenwärtige Situation der öffentlichen und privaten Kunstförderung in Deutschland (Schlagworte: public-private partnership, sponsoring, corporate collecting) unter dem Begriff des "ästhetischen Syndroms" kritisch analysiert wird:
Walter Grasskamp, Kunst und Geld.
Szenen einer Mischehe, München 1998.
 
Kunst ist gut e.V. ist Mitherausgeber des Buchs "Über Kant und Kunst", in dem in soziologischen und philosophischen Beiträgen auch die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft reflektiert wird:
Roland Kreuzer (Hg.), Über Kant und Kunst.
Beiträge zum weltfragen Symposion, Berlin 2002.
 
 

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